Reise Kap Verde - Urlaubsplanung als Veganerin

Sonne, Strand, Meer und Entspannung, das wollten wir im März erleben. Schließlich haben wir uns für die Kapverden und ein All Inclusive Robinson Club Hotel entschieden. Aber kann man sich auf den Kapverden in einem All Inclusive Hotel auch vegan ernähren? Das musste ich natürlich erst einmal überprüfen. Laut Internetseite bietet das Hotel eine WellFood Station mit verschiedenen veganen Gerichten an. Eine Arbeitskollegin hatte mir von ihrem Robinson Club Urlaub berichtet, dass es dort bisher immer ein veganes Gericht gab. Ich war gespannt.
Vorsichtshalber packte ich viele verschiedene Riegel und Tofu in meinen Koffer. Ich will ja immer auf der sicheren Seite sein 🙂
Informationen zu Kap Verde





Kap Verde ist ein afrikanischer Inselstaat und besteht aus 10 Inseln. Die offizielle Sprache ist Portugiesisch.
Wir waren auf der Insel Sal, der sogenannten Salzinsel. Sie ist flach und sieht für mich wie eine Wüste aus. Lebensmittel wie Gemüse und Obst werden von den anderen Inseln importiert.
Außerdem gibt es noch die Insel Boa Vista, die bei Touristen sehr beliebt ist.
Unser Reiseberater hat uns das Hotel wegen des Sportangebots und der veganen Verpflegungsmöglichkeiten empfohlen.
Wir waren von Ende März bis Anfang April 2022 dort.
Die Flugzeit vom Flughafen Düsseldorf betrug 6 bis 7 Stunden. Auf dem Hinflug sind wir in Boa Vista zwischengelandet, um Passagiere abzusetzen und neue aufzunehmen. Deshalb dauerte der Hinflug etwas länger.
Vor Ort hatten wir laut Wetterbericht 21 bis 22°C tagsüber und abends. Tagsüber war es tatsächlich viel wärmer, aber sehr angenehm. Es fühlte sich eher wie 25°C an. Abends hatte ich eine sehr dünne Strickjacke oder einen Blazer an. Es wehte ein leichter bis mittlerer Wind. Gäste, die in Boa Vista an Bord gegangen sind, haben sich über den starken Wind geärgert. Auf unserer Insel hatten wir wohl etwas mehr Glück mit dem leichten Wind.
Der Himmel war manchmal etwas bewölkt, aber das hat uns nicht gestört. Das Wasser war an manchen Tagen etwas kühler, aber für mich als Wasserratte war die Wassertemperatur kein Problem. Nach dem Baden haben wir nicht gefroren und waren sehr schnell wieder trocken.
Das Meer ist wunderschön und hat eine türkisblaue Farbe. Einfach traumhaft! Ich war noch nicht auf den Malediven, aber die Farbe des Meeres kommt dem schon sehr nahe.
Hotelanlage Robinson Club Cabo Verde
Die Hotelanlage ist überschaubar und wirkt sehr modern und minimalistisch. Es ist kein großer Gebäudekomplex, wie ich es aus der Türkei kenne. Die Gartenanlage ist sehr gepflegt und mit schönen großen Palmen geschmückt.
Wir hatten ein schönes, sauberes Zimmer mit seitlichem Blick aufs Meer.
Die Anlage hat unter anderem einen Fitnessraum, einen Saunabereich, zwei Pools und Restaurants. Wir haben nur das Hauptrestaurant besucht. Der Strandbereich ist sehr groß und wir brauchten nur ca. 3 Minuten vom Hotelzimmer bis dorthin. Abends gab es in der Hauptbar eine Abendveranstaltung mit DJ, Sängern oder Tänzern. Der DJ spielte allerdings oft die gleiche Playlist. Uns hat das nicht gestört, weil wir früh ins Bett gegangen sind 🙂
Vegane Gerichte
Frühstück, Mittag- und Abendessen wurden in Buffetform angeboten.
Frühstück
Zum Frühstück gab es für mich jeden Tag Haferflocken mit Chiasamen, Mandelmilch, Obst, Nüssen, Sesam, Mandeln und Erdnussbutter. Ich liebe Haferflocken. Das war sehr lecker, fast wie zu Hause. Zum Trinken gab es verschiedene frisch gepresste Säfte und leckeren Ingwertee. Zum Frühstück fehlte mir eigentlich nichts, außer am letzten Tag, als ich mir meine Brote für die Abreise schmieren wollte. Brote gab es genug, aber keinen veganen Aufstrich. Ich musste nach Margarine fragen, die mir dann von der Küche gebracht wurde. Da es keinen Aufstrich gab, habe ich meine Brote mit Paprika und roten Zwiebeln belegt. Der Tofu von zu Hause kam dann doch noch zum Einsatz, den konnte ich mir dann aufs Brot legen.
Tipp: Ich habe immer eine Tupperdose dabei. So konnte ich noch etwas Porridge für den Flug mitnehmen.


Mittag


Zum Mittagessen gab es immer ein veganes Gericht. Es war sehr abwechslungsreich. An einem Tag gab es sogar einen veganen Burger, der sehr lecker war.
Außerdem gab es immer eine Bowl-Bar, da konnte man zwischen verschiedenen Gemüsesorten, Erbsen, Sesam, Mais, Kichererbsen und vielem mehr wählen.
Mittags war dann Pizza-Zeit. Auf Nachfrage bekam ich eine ohne Käse. Die schmeckte ganz gut, aber ohne Käse war sie leider etwas fade.
Abendessen
Abends gab es immer ein veganes Gericht. Dieses wurde von einem Mitarbeiter auf einem schön dekorierten Teller serviert.
Ansonsten gab es die Bowl-Bar und viele verschiedene Beilagen. Im WellFood-Bereich gab es auch mal ein Tofu-Gericht. Das Essen war erstaunlich gesund und fettarm.
Ansonsten wurde leider kein Tofu angeboten.


Sportmöglichkeiten






Über die Robinson-App konnten Sportkurse gebucht werden.Ich habe verschiedene Kurse wie Yoga, Meditation, Sixpack, TRX, Body Styling, HOT IRON, Boxen und viele andere ausprobiert. Pro Tag habe ich 3-4 Kurse besucht. Die Trainerinnen und Trainer haben wirklich einen tollen Job gemacht! Besonders die Trainerin für HOT IRON war sehr motiviert und hat das Programm mit viel Power durchgeführt. Die Sportkurse fanden im Fitnessraum, auf einer großen Terrasse oder am Strand statt. Am Strand gab es einen tollen abgetrennten Bereich mit einem schönen Blick auf das Meer. Besonders morgens habe ich den Unterricht dort sehr genossen. Das Meeresrauschen, der angenehme Wind und die warme Luft haben mir so viel Energie für den Tag gegeben. Es war wunderschön. Das Fitnessstudio war klein, hatte aber Cardio-Geräte, Kurzhanteln und Langhanteln.
Am Strand konnte man verschiedene Wassersportarten ausprobieren. Ich habe einen Kitekurs für Anfänger gemacht. Der Kurs hat ungefähr 500 € gekostet. Die ersten Stunden waren an Land und ich konnte die ersten Schritte mit dem Kite lernen. Danach bin ich ohne Board ins Wasser gegangen und habe gelernt, den Kite zu kontrollieren. Zuerst habe ich mich durch das Wasser ziehen lassen, das nennt man Bodydrag. So bekam ich immer mehr ein Gefühl für die Steuerung. Ich habe die enorme Kraft des Kites gespürt und es hat richtig Spaß gemacht. Danach bin ich mit dem Board ins Wasser gegangen und habe den Bodydrag mit Boardverlust geübt. Ganz am Ende des Kurses habe ich den Wasserstart mit dem Board geübt. Das war schwieriger als gedacht. Leider war der Wind danach sehr schwach und wir sind am übernächsten Tag abgereist, so dass ich keine weitere Stunde nehmen konnte. Alles in allem war es wirklich eine tolle Erfahrung.
Reise - Ausflüge


Da wir nur 10 Tage vor Ort waren, haben wir nur einen geführten Ausflug nach Santa Maria gemacht. Wir wurden von einem Mitarbeiter von Robinson entlang der Promenade nach Santa Maria begleitet. Am Strand wurden wir mit Getränken begrüßt und bekamen einige interessante Informationen über die Stadt.
Danach sind wir in die Innenstadt gegangen. Da es Sonntag war, hatte die Markthalle leider nicht geöffnet. Die Markthalle soll aber sehr schön gewesen sein. Ansonsten war die Stadt sehr sauber und ruhig, was wahrscheinlich auch am Ruhetag lag.
Die Verkäufer an den Ständen waren sehr nett und nicht aufdringlich. In der Türkei habe ich das anders erlebt.


Fazit
Das Hotel hat uns sehr gut gefallen. Das Personal war sehr freundlich und aufmerksam. Wir haben uns sehr wohl gefühlt und können das Hotel auf jeden Fall weiterempfehlen. Vor allem die Auswahl an veganen Speisen war überraschend gut. Einziger Kritikpunkt war, dass die Bezeichnungen der Speisen teilweise fehlten oder sogar falsch waren, so dass ich öfters beim Personal nachfragen musste. Das Personal war aber sehr hilfsbereit.
Beim Frühstück gab es leider keinen veganen Aufstrich. Das war für mich aber in Ordnung, da ich gerne Haferflocken und Obst zum Frühstück esse.
Wir würden unseren Erholungsurlaub auf jeden Fall wieder dort verbringen.
Man sollte sich nicht von älteren Bewertungen auf Google oder Reisebuchungsportalen beeinflussen lassen. Diese Bewertungen wurden vor der Renovierung und dem Besitzerwechsel des Hotels gemacht.